Was wäre der Stand der Klimakrise ohne 1. Weltkrieg

Vielleicht wäre die erste Klimakonferenz nicht 1992 in Rio, sondern 1932 in Stockholm gewesen. Vielleicht wäre der Klimawandel ein heute bereits weitgehend gelöstes Problem.





Der 1. Weltkrieg, die Vorbereitungen auf den 2. Weltkrieg, der 2. Weltkrieg und der Kalte Krieg banden viele Wissenschaftler und Ingenieure. In die Entwicklung von Waffen wurden unheimliche Mengen an Geld und Arbeitskraft investiert.

Ohne 1. Weltkrieg und seinen Folgeerscheinungen 2. Weltkrieg und Kalter Krieg, wären heute die weltweiten Militärausgaben wohl nur 1/3 so hoch. Die Ursache des Kalten Kriegs zwischen Westen und Ostblock war, dass Deutschland den im Schweizer Exil lebenden kommunistischen Führer Lenin nach Russland brachte. Ohne dieser Kriegshandlung Deutschlands wäre Russland eine konstitutionelle Monarchie ohne Konfliktpotenzial geworden.

Vielleicht wäre etwa um dieselbe Zeit eine Wirtschaftsblase geplatzt, der schwarze Freitag 1929. Svante Arrhenius stellte bereits 1895 die Treibhausgastheorie auf. Ohne Ersten Weltkrieg hätte man diese vielleicht viel ernster genommen. Ernst genug, um 1932 die erste internationale Klimakonferenz zu seinen Ehren in Stockholm zu veranstalten.

Die technischen Möglichkeiten von 1932 waren Windenergie, thermische Sonnenkollektoren und Wärmedämmung. Schon mal ein guter Anfang. Es fehlten damals an technischer Entwicklung:

  Transistoren


Unentbehrlich, vom winzigen Transistor, wie er zu Milliarden in ICs vorkommt bis zu Transistoren in Leistungselektronik, wo Megawatt geschaltet werden. Unentbehrlich in Wechselrichtern und DC-DC Wandlern.

Ein erstes Patent dazu gab es schon 1925, bloß konnte man damals dieses noch nicht herstellen. Eine der am meisten kriegsentscheidenden Waffen im 2. Weltkrieg war der Abstandszünder. Es war eine extreme technische Herausforderung, eine auf Röhren basierende Schaltung zu entwickeln, welche die Beschleunigung in einem Kanonenrohr übersteht. Die Abstandszünder ermöglicht es der USA ihre Schiffe wesentlich besser vor den Angriffen japanischer Bomber zu schützen. Am europäischen Kriegsschauplatz war der erste Einsatz in der „Battle of the Bulge“, auf deutscher Seite Ardennenoffensive genannt.

Mit Transistoren wäre dies viel einfacher gewesen. Wenn es 1943 die Möglichkeit gegeben hätte, dafür Transistoren zu verwenden, die USA hätte alles daran gesetzt, diese Schaltung mit Transistoren statt Röhren zu entwickeln.

Daher wäre der zeitliche Ablauf der Entwicklung nicht anders gewesen.

  Akkus für elektrische Mobilität und Stromspeicher


Die Akkutechnik dieser Zeit war derart schlecht, dass das Elektroauto gegen sehr primitive Verbrennungsmotoren verlor. Schauen wir und den Motor von einem Ford-T im Vergleich zu moderner Motorentechnik an. Ein riesiger Unterschied in Leistung und Wirkungsgrad.

2013 begann der Siegeszug der modernen Elektroautos mit dem Tesla S. 600 kg Akku mit 85 kWh. Stellen wir uns mal dies mit einem 600 kg Bleiakku vor. Rund 24 kWh gingen da rein. Aber zwei Dinge mögen Bleiakkus überhaupt nicht: Tief entladen und hohe Ströme. 48 kW entnehmen wäre schon eine schlimme Akkumisshandlung gewesen. Ebenso auf weniger als 50% entladen. Ich selbst testete 2006 bis 2009 einen Elektroroller mit Bleiakkus über 17.300 km. Auf diesen 17.300 km schrottete ich 3 Bleiakkus von 60 km Reichweite auf unter 20 km Reichweite.

Ich kann daher aus persönlicher Erfahrung nachvollziehen, dass unzureichende Akkutechnik das Ende der damaligen Elektroautos verursachte.

Erst nach 1990 wurden erste Elektroautos mit Lithiumakkus getestet.

Vielleicht hätte man dies ein bis zwei Jahrzehnte früher geschafft, zusammen mit einer deutlich schnelleren Steigerung der Produktion.

  Photovoltaik


Die erste Photovoltaik hatte 1954 6% Wirkungsgrad. Bis dahin wäre die Entwicklung wohl dieselbe gewesen. Bloß wären dann viel mehr in Forschung und Produktion investiert worden.

Die 400 GW Weltproduktion 2023 wären so zwei Jahrzehnte früher erreicht worden.

  Windkraftwerke


Die Entwicklung des B 29 Bombers war ähnlich aufwendig wie die Entwicklung der Atombombe. All diese Entwicklungsarbeit hätte man in einer anderen Welt in die Entwicklung von Windkraftwerken investieren können.

Windkraftwerke, thermische Sonnenkollektoren und Wärmedämmung wären so wohl die ersten 3 Jahrzehnte nach einer ersten Klimakonferenz 1932 die Grundlagen für CO2 Reduktion gewesen. Dann ergänzt durch Photovoltaik und die Umstellung auf Elektroautos.

  Etwa 20 Jahre Vorsprung bei der Eindämmung der Klimakrise


Die Welt ohne Ersten Weltkrieg hätte etwa 20 Jahre Vorsprung bei der Eindämmung der Klimakrise. Nur 20 Jahre, weil entscheidende Techniken waren erst ab der Mitte des 20. Jahrhunderts möglich.

Ich hoffe, dies waren keine alles entscheidenden 20 Jahre.

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  Die Folgen des Ersten Weltkriegs


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          Was wäre der Stand der Klimakrise ohne 1. Weltkrieg: Vielleicht wäre die erste Klimakonferenz nicht 1992 in Rio, sondern 1932 in Stockholm gewesen. Vielleicht wäre der Klimawandel ein heute bereits weitgehend gelöstes Problem. https://politik.pege.org/2024-weltkrieg-1-folgen/klimakrise.htm

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