Stromkosten beim Fusionsreaktor

Kostenprognose für die Produktion von Strom aus Kernfusion. Hochrechnung bekannter Fakten zu einer Rentabilitätsrechnung für Fusionskraftwerke.

  3 mal höhere Investitionskosten im Vergleich zum AKW


Ist schon ein Atomkraftwerk nichts billiges und steht unter dem Verdacht quersubventioniert zu werden, ist es beim Fusionskraftwerk noch wesentlich schlimmer. Es wird mit bis zu 3 mal höheren Investitionskosten gerechnet. Derzeit rechnet man für ein 1000 MW Atomkraftwerk mit 2 Milliarden EUR Baukosten.

  Alle 2 Jahre kompletter Tausch der Innenwände


Vor dem heißen Plasma sind die Innenwände mit Magnetfeldern geschützt. Nicht jedoch vor den schnellen Neutronen die bei der Fusion von Deuterium und Tritium entstehen. Eine Versprödung des Materials ist die Folge, man rechnet damit alle 2 Jahre die Innenwand wechseln zu müssen.

  Kein ständiger Fusionsbetrieb


Nach jeden Brennvorgang muß die Brennkammer neu mit Plasma geladen werden. Dies öffnet eine weite Kostenschere mit höheren Investitionskosten und geringerer Verfügbarkeit

  11 Cent pro kWh ohne Finanzierungskosten


Wenn ein 1000 MW Kernfusionsreaktor 6 Milliarden EUR kostet, 30 Jahre im Betrieb ist, pro Jahr an Wartung und Brennstoffkosten 100 Millionen EUR verschlingt und 30% der Zeit volle Leistung bringt, dann sind dies bereits ohne Finanzierungskosten 11 Cent pro kWh. Wenn der Bau mit einen Kredit über 30 Jahre mit 3% Zinsen finanziert wird, dann sind es bereits 15 Cent pro kWh.

Wie soll da ein Fusionskraftwerk wirtschaftlich bestehen können? Oder ist von Anfang an die Stromproduktion nur als kleines Nebeneinkommen geplant? Haupteinkommen Plutonium-239 Produktion?

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