Der Kernfusionsreaktor als Brüter für Plutonium 239

Wenn schon die Stromproduktion in einem Kernfusionsreaktor zu teuer ist, dann wird es zu einer ungeheuerlichen Begehrlichtkeit kommen damit Plutonium 239 zu brüten.

  Nur 0,7% Uran 235, der Rest ist Uran 238


In den natürlichen Uranvorkommen ist die natürliche Verteilung 0,7% Uran-235 der ganze Rest ist Uran 238. Was tun damit? In einigen Kriegen der letzten Jahre ist abgereichertes Uran als Munition eingesetzt worden. Schön schwer, damit kann man Löcher in Panzer machen. Abgereichert heißt, daß möglichst viel des wertvollen Uran 235 daraus entfernt wurde und fast nur noch Uran 238 vorhanden ist.

  Der Traum des Alchemisten: aus Eisen Gold machen


Ähnlich wie der Alchemistentraum aus Eisen Gold zu machen, gibt es ein Verfahren aus Uran 238 Plutonium 239 zu machen. Man braucht nur schnelle Neutronen dazu und schon hat man Brennstoff für Atomkraftwerke oder den Kernsprengstoff für Atombomben. In konventionellen Atomreaktoren mit Wasserkühlung werden die Neutronen zu stark abgebremst. Deswegen hat man schnelle Brüter gebaut. Spezielle Kernkraftwerke die mit Natrium gekühlt werden, damit die Neutronen nicht im Kühlwasser das Tempo verlieren, die für die Uran-238 -> Plutonium-239 Umwandlung nötig ist.

  Fusionsreaktoren als der bessere schnelle Brüter


Ganz im Gegensatz dazu ist der Fusionsreaktor ideal für die Plutoniumbrut geeignet. Ein Fusionsreaktor kann soviel Uran 238 in Plutonium 239 verwandeln, daß damit etwa 10 konventionelle Kernkraftwerke mit Brennstoff versorgt werden können.

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